Das Internet
2. 5 Das Internet
Online-Kommunikation ist der geglückte Versuch, 400 Millionen Menschen davon zu überzeugen, monatlich 100 Euro dafür auszugeben, sich schlecht gemachte Bannerwerbung anzusehen, während sie auf Webseiten surfen, die die niemanden interessieren, um Online-Datenbanken zu verwenden, in denen sie nicht finden, und Programme herunterzuladen, die sie nicht brauchen.
Grundlage pannenbewehrter Online-Kommunikation sind so genannte Browser. Wie ein Blick in jede Dusche bestätigen wird, sind das Gegenstände mit viel zu kleinen Löchern, durch die viel zu wenig hindurchtröpfeln kann. Haupteinsatzgebiet von Browsern ist das so genannte Surfen, also der Versuch, trotz widriger Umstände das Gleichgewicht zu behalten, um hinterher wieder genau da herauszukommen, wo man gestartet ist.
Glasers Erkenntnis
Chat ist die umständlichste Art, miteinander zu telefonieren.
Die FTP-Regel
Der Download scheitert immer bei 98 Prozent
Konkretisierung der FTP-Regel
Systemfehlermeldungen mit anschliessendem Verbindungsabbruch und Löschen des Empfangspuffers erhältst du nur dann, wenn du bereits 98 Prozent eines sehr langen Dokumentes heruntergeladen hast.
Die Download-Regeln
1. Wenn du ein Tool herunterlädst, ist es gepackt und du hast den entsprechenden Entpacker nicht
2. Der Entpacker ist nur in der inkompablen Vorversion abrufbar
3. Ist das Tool als selbstextrahierendes Archiv abgelegt, ist der Entpacker zehnmal grösser als das Tool selbst
Konsequente Fortsetzung der Download-Regeln
1. Das Tool wird nicht laufen
2. Läuft es doch, dann ist keine Anleitung dabei
3. In jedem anderen Fall wird das Tool die Aufgabe nicht erfüllen, zu der du es gebraucht hättest.
Genios-Axiom von den Abfragesprachen in Online-Datenbanken
Vergiss alles, was du jemals über einheitliche Abfragespachen gehört hast.
Konkretisierungen des Abfragesprachen-Axioms
Die einzigen Befehle, die eine Online-Datenbank beherrscht, sind die, auf die du trotz stundenlangen Probierens nicht kommst.
Falsche oder falsch eingegebene Befehle führen auf jeden Fall zu einem Ergebnis: sie werden maximale Kosten verursachen
Hilfefunktionen sind für Datenbankbetreiber überflüssiges Beiwerk
Die Muster-Abfrage, die in der Werbebroschüre eines Datenbankbetreibers aufgeführt ist, ist die einzige, die funktioniert.
Sie funktioniert jedoch nur mit den angegebenen Suchbegriffen. Ist als Beispiel „Search Auto AND Bundestag" angegeben, dann führt die Suche mit anderen Begriffen als „Auto" und „Bundestag" zu einer kostenpflichtigen Fehlermeldung.
Axiom vom Informationsgehalt von Online-Datenbanken
Die Informationsmenge I, die in einer Online-Datenbank gespeichert ist, lässt sich durch folgende Formel darstellen:
I = A – G
Wobei A die Gesamtheit aller Informationen ist, die zu einem Thema vorliegt und G die von dir gesuchte Information.
Folgerung:
Du wirst in einer Online-Datenbank alles finden, nur nicht das, was du suchst.
Das IRC-Dilemma
In einem Chat ist die Konferenz entweder zu voll oder es ist ausser dir keiner da.
Das Passwortgesetz
Die Anzahl der vergessenen Passwörter steigt exponentiell mit der Zahl deiner Benutzerkennungen.
Taus’ Seufzer
1. Du wirst immer mehr Kennwörter vergessen als besitzen
2. Die Kennwörter, an die du dich noch erinnerst, hast du letzte Woche geändert
Axels Erweiterung
Wenn du dich dennoch an ein noch gültiges Kennwort erinnerst, gilt es für ein anderes System
Der Telekom-Dreisatz
1. Soll ein Merkblatt über einen neuen Telekommunikationsverdienst der Telekom in jedem T-Punkt erhältlich sein, dann ist es bei deinem unbekannt, wenn du danach fragst.
2. Ist es bekannt, dann ist es auch vergriffen
3. Deine Telefonrechnung ist immer doppelt so hoch, wie in deinen kühnsten Träumen befürchtet.
Privatisierungserweiterung des Telekom-Dreisatzes
Es werden nur die Dienste billiger, die du nicht nutzt – beispielsweise die Telefonkosten in den Südjemen oder der Mietpreis für meteorologische Satelliten in geostationären Umlaufbahnen.
Gesetz der Rekursion
Jede wirklich wichtige Nachricht, die über eine Mailingliste verschickt wird, wird von einem übereifrigen Spam-Filter abgefangen.
Erweitertes Rekursionsgesetz
Hast du dagegen völlig übermüdet eine unsinnige, lächerliche und falsche Nachricht eingetippt, wird sie Stunden später im gesamten Netz zu lesen sein.
Die Winfax-Wiederholung
Faxen per PC ist der gelungene Versuch, ein falsch formatiertes Dokument mit dem falschen Ansprechpartner aus der Fax-Adressverwaltung so an die verkehrte Nummer abzusenden, dass der Rechner durch einen Schnittstellenfehler abstürzt., Dokument und Datenbank löscht und du hinterher feststellst, dass du ein Dokument übertragen hast, dass die Firma unter keinen Umständen verlassen durfte.
Übertragungsfehler erfolgen immer beim eigentlichen Dokument, nie beim Deckblatt
Die IDSN-Einsicht des Leonardo
Beim Dateiaustausch zwischen Rechnern mit verschiedenen Betriebssystemen wird das Einzige, was auf dem Zielrechner ankommt, der falsch konvertierte Dateiname sein.
Die E-Mail-Logik
Electronic Mail ist der gelungene Versuch, anderen Menschen im Netz Nachrichten zukommen zu lassen, die diese nicht lesen. Wenn sie sie doch lesen, waren sie nicht für sie bestimmt.
Das Privat-Mail-Axiom
Du bekommst nie E-Mail von der netten Frau aus dem Chat. Sondern nur Spam.
Die konsequente Erweiterung des Privat-Mail-Axioms
Das gilt auch für SMS.
Die Newsgroup-Regel
Nur wenn du die Newsgroup nicht liest, steht die Ausschreibung für den Job deines Lebens drin. In jedem anderen Fall sind sie gefüllt mit MBytes an Flame-Wars.
Gesetzmäßigkeit der Online-Spiele
Du schaffst es nie auf den ersten Platz der Highscore-Liste.
Das Link-Axiom
Der einzige Link in einer Link-Liste, der dich interessiert, funktioniert nicht.
Die Suchmaschinenerkenntnis
Das einzige Dokument, das die Information enthält, die du brauchst
steht immer auf Platz 56.000, wenn du von vorne blätterst
steht auf Platz 21, wenn du die "20 Treffer pro Seite"-Seiten von hinten durchgehst
wird durch die Filterbedingungen ausgeblendet
Peters Werberegel
Das Erste, was du bei langsamen Verbindungen auf den Bildschirm bekommst, ist die Bannerwerbung.
Jessicas Browser-Erkenntnis
Du wirst auf die einzige Site, die dich während einer Surf-Session wirklich interessiert, nicht draufkommen.
Spezifizierung von Jessicas Browser-Erkenntnis
Wenn du mit dem Netscape Navigator surfst, wird sie nur mit dem Internet Explorer lesbar sein.
Wenn du mit dem Internet Explorer surfst, wird sie nur mit dem Netscape Navigator lesbar sein.
Hast du den richtigen Browsertyp, dann läuft die Site nur mit einer neueren Version.
Wenn du dir diese herunterlädst, wird sie deinen Computer zum Absturz bringen.
In jedem anderen Fall läuft die Seit nur mit einer Flash-Version, die du nicht hast oder nicht installiert bekommst.
Friedrichs Gesetz vom Online-Sex
du hast immer dann eine Pornographie-Website auf dem Bildschirm, wenn dein Chef oder deine Ehefrau ins Zimmer kommt.